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Anwendungstrend von Laserschneidmaschinen in der Schifffahrtsindustrie

In den letzten Jahren haben sich Präzisions- und Schnellbauverfahren zu den wichtigsten Entwicklungstrends im Schiffbau entwickelt. Die Laserschneidtechnologie hat sich rasant weiterentwickelt und macht mittlerweile über 70 % der gesamten Laserbearbeitungsindustrie aus. Da die Schiffsindustrie hauptsächlich Stahlplatten als Rohmaterial verwendet, kann das Laserschneiden von Blechen komplexe Stanzverfahren mit großen Werkzeugen teilweise ersetzen, den Produktionszyklus erheblich verkürzen und die Kosten senken. Aktuell werden für die Herstellung von Rumpfplatten im Schiffbau vorwiegend Brennschneiden, Plasmaschneiden, Scheren und Laserschneiden eingesetzt. Andere Schneidverfahren weisen im Vergleich zum Laserschneiden zahlreiche Nachteile auf: Brennschneiden und Plasmaschneiden erzeugen breite Schnittfugen, eine geringe Schnittgenauigkeit und fördern die Bildung schädlicher Gase, was zu Umweltbelastungen führt. Das Laserschneiden von Schiffsplatten zeichnet sich durch hohe Schnittpräzision, geringe thermische Verformung, reduzierte Nachbearbeitung (wie Fräsen, Bohren usw.), Transfer, Schleifen und insbesondere durch Vorteile bei kleinen Kreisen, Löchern und der Oberflächenbearbeitung aus und entspricht den Genauigkeitsanforderungen beim Transfer von Rumpfsegmenten. Es gewährleistet die Einhaltung des Spantenspielraums im Bereich von 1 mm. Allerdings ist die praktische Schnittgeschwindigkeit bei Stahl geringer als beim Plasmaschneiden.

Der Schiffbau stellt hohe Anforderungen an die Präzision der Spantenübertragung, wobei der Spalt zwischen den Spanten auf unter 1 mm begrenzt sein muss. Früher, als Schiffbauunternehmen die Spanten üblicherweise mit Plasma schnitten, wurde ein Schnittzugabebereich an den Spanten festgelegt, um den Montagespalt zu gewährleisten. Dies erforderte manuelles Nachschneiden während der Montage vor Ort. Die Schnittqualität war ungleichmäßig, und die Oxidreste im Schnittspalt erhöhten den Montageaufwand und verlängerten den Montagezyklus, was wiederum die gesamte Bauzeit der Spanten verlängerte. Der Einsatz von Laserschneidmaschinen hingegen eliminiert Montageüberschüsse und das Nachschneiden vor Ort, reduziert den Arbeits- und Materialaufwand, beschleunigt die Spantenmontage erheblich und verbessert die Montagequalität deutlich.

Im Bereich des Schiffbaus vermeidet die Laserschneidanlage ungleichmäßige Schnittqualität, die durch die Einstellung des Schnittabstands an der Rippenplatte entstehen kann. Dies gewährleistet den Montageabstand beim Plasmaschneiden der Rippenplatte. Dadurch werden Montageaufwand, Montagezyklus sowie Material- und Arbeitskosten reduziert. Die lasergeschnittenen Stahlplatten für den Schiffbau weisen eine hohe Nahtqualität, eine gute Vertikalität der Schnittfläche, keine Schlackenreste, eine dünne Oxidschicht und eine glatte Oberfläche auf. Sie benötigen keine Nachbearbeitung, können direkt verschweißt werden, weisen geringe thermische Verformungen und eine hohe Kurvenschnittpräzision auf. Dies reduziert die Arbeitszeit und ermöglicht das Schneiden hochfester Schiffsplatten. Die Abweichung des Spielraums der inneren Schiffshölzer wird minimiert.


Veröffentlichungsdatum: 29. März 2023