Wie lässt sich die Qualität von Laserschnitten beurteilen? Hier sind neun Kriterien.
Beim Laserschneiden entsteht eine vertikale Faserrichtung. Die Fasertiefe bestimmt die Rauheit der Schnittfläche: Je flacher die Faserrichtung, desto glatter die Schnittfläche. Die Rauheit beeinflusst nicht nur das Aussehen der Schnittkante, sondern auch deren Eigenschaften. In den meisten Fällen ist es daher erwünscht, die Rauheit so gering wie möglich zu halten. Je flacher die Faserrichtung, desto höher die Schnittqualität.
Um Bleche mit einer Dicke von über 10 mm zu bearbeiten, ist die Rechtwinkligkeit der Schnittkante entscheidend. Außerhalb des Fokusbereichs divergiert der Laserstrahl, und der Schnitt verbreitert sich nach oben oder unten, je nach Fokusausrichtung. Die Schnittkante weicht dabei um einige Millimeter von der Vertikalen ab. Je senkrechter die Kante verläuft, desto höher ist die Schnittqualität.
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Schnittbreite
Generell hat die Schnittbreite keinen Einfluss auf die Schnittqualität. Nur bei besonders feinen Schnittlinien spielt die Schnittbreite eine wichtige Rolle. Da die Schnittbreite für eine minimale Schnitttiefe gewählt wird, erhöht sie sich mit zunehmender Blechdicke. Um eine gleichbleibende Präzision zu gewährleisten, muss das Werkstück im Bearbeitungsbereich der Laserschneidmaschine unabhängig von der Schnittbreite stabil liegen.
Angenommen, das Schneiden erhitzt das Werkstück so schnell, dass es sich verformt. Dies ist besonders wichtig bei der Feinbearbeitung, wo Induktions- und Verbindungsstücke in der Regel nur wenige Millimeter breit sind. Durch die Kontrolle der Laserleistung und die Verwendung kurzer Laserpulse lassen sich die Erwärmung des Werkstücks reduzieren und Verformungen vermeiden.
Veröffentlichungsdatum: 28. März 2023

