In der Fertigung und Bearbeitung weisen viele Teile aufgrund konstruktionsbedingter Anforderungen eine bestimmte Fasenform auf. Dies ist insbesondere im Automobilbau, im Maschinenbau, in der Landwirtschaft und im Schiffbau unerlässlich. Die Bearbeitung der Nut dient hauptsächlich dem nachfolgenden Schweißprozess. Durch die Bearbeitung und Montage der zu verschweißenden Teile in die gewünschte geometrische Form der Nut kann die Schweißnahtdicke bestimmt werden.
Die Fasenbearbeitung erfolgt mittels Flammen-, Plasma- und anderen Verfahren. Gängige Fasenformen sind V-, U-, X- und Y-Nuten. Diese Verfahren erzeugen beim Nutenschneiden tiefe Schnittspuren, die, wenn sie nicht vor dem Schweißen entfernt werden, leicht zu unvollständiger Schweißung führen können. Im Allgemeinen müssen solche Vertiefungen mit einer Tiefe von mehr als 3 mm behandelt werden. An wichtigen Stellen ist eine Beseitigung nur durch Polieren möglich; eine Reparatur durch Schweißen ist nicht zulässig, da dies die nachfolgende Bearbeitung erheblich erschwert. Da Flammen- und Plasmabearbeitung zu den Hochtemperaturverfahren zählen, neigt das Metallblech zu thermischer Verformung. Nach der Nutenbearbeitung ist daher eine Entformung erforderlich, was eine große Herausforderung darstellt.
Die Laserbearbeitung ist ein neues Verfahren zur Nutenbearbeitung mit minimaler thermischer Verformung und höchster Nutqualität. Laserschneidmaschinen bearbeiten Stahlplatten bis zu 20 mm Dicke und können V-, X-, Y- und andere Nutformen in einem Arbeitsgang herstellen. Im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren wie dem Brennschneiden und Plasmaschneiden verbessert das Laserschneiden die Bearbeitungseffizienz deutlich, gewährleistet die Nutqualität und spart Material. Beispielsweise wird das Laserschneiden von Fasen im Schiffbau zur Bearbeitung von T-förmigen Bauteilen aus niedriglegiertem Stahl eingesetzt, wodurch das Gewicht des Schiffes erheblich reduziert und gleichzeitig die Stabilität gewährleistet wird.
Mit dem Ausbau der Bauindustrie, insbesondere im Eisenbahn-, Autobahn-, Wasserbau-, Wasserkraft- und Energiesektor sowie im Bergbau, steigt die Nachfrage nach Baumaschinen in unserem Land jährlich. Laserschneidmaschinen für Fasenschnitte finden daher breite Anwendung. Insbesondere bei großflächigen Baumaschinen ist der Einsatz hochfester, niedriglegierter Stähle unerlässlich. Um die Zähigkeit der Schweißverbindungen zu gewährleisten, ist eine präzise Steuerung der Schweißwärme und die Vermeidung von Versprödung notwendig. Da traditionelle Warmumformverfahren für die Bearbeitung der heutigen hochfesten Stahlbleche nicht mehr ausreichen, stellt der Einsatz von Laserschneidmaschinen für Fasenschnitte in der Baumaschinenindustrie eine sinnvolle Alternative dar.
Veröffentlichungsdatum: 23. März 2023


