Das Laserflammenschneiden von Verbundwerkstoffen bezieht sich üblicherweise auf „Laser-SauerstoffschneidenDas Laserschneidverfahren ist eines der wichtigsten Laserschneidverfahren (neben dem Laserschmelzschneiden und dem Laserverdampfungsschneiden). Es bezeichnet nicht die „lasergenerierte Flamme“, sondern ein Hybridverfahren, bei dem ein Laser als Wärmequelle dient und reiner Sauerstoff als Hilfsgas verwendet wird, um während des Schneidprozesses eine intensive Oxidations-Verbrennungs-Reaktion (d. h. eine „Flamme“) in Metallen (hauptsächlich Stahl) auszulösen. Dieses Verfahren nutzt die thermische Energie der chemischen Reaktion, um die Schneidleistung deutlich zu steigern.
Im Folgenden werden wir das Prinzip aus verschiedenen Perspektiven detailliert erläutern:
Grundprinzip: Laserinduzierte kontrollierte Metallverbrennung
1. Die Rolle des Lasers (Zündung und Aufrechterhaltung):
- Ein Laserstrahl mit hoher Energiedichte wird auf die Werkstückoberfläche fokussiert, wodurch die Temperatur des bestrahlten Metalls rasch auf seinen Zündpunkt (bei Eisen etwa 1350 °C) ansteigt.
- Der Laserstrahl liefert eine kontinuierliche, präzise und hochenergetische Wärmequelle, die nicht nur die Reaktion zündet, sondern vor allem den Reaktionsbereich auf einer hohen Temperatur hält.
2. Rolle des Sauerstoffs (Verbrennungsmittel und Radikalfänger):
- Ein 1-Zoll-Strom aus hochreinem Sauerstoff unter hohem Druck wird koaxial mit dem Laserstrahl auf den vom Laser erhitzten Metallfleck eingespritzt.
- Das Eisen (Fe), das den Zündpunkt erreicht, und Sauerstoff (O₂) unterliegen einer heftigen, exothermen Oxidationsreaktion (Verbrennung): 4Fe + 3O₂ → 2Fe₂O, Wärme
- Bei dieser Reaktion wird viel Wärme freigesetzt (etwa das 3- bis 5-Fache der Laserenergie!). Dies ist der Schlüssel zur „Verbundenergie“. Die zusätzliche Wärme erhöht die gesamte Schmelz-/Vergasungsleistung erheblich.
3. Zusammengesetzter kollaborativer Prozess:
- Vorwärmen und Zünden: Der Laser erhitzt zunächst das Metall an der entsprechenden Stelle bis zum Zündpunkt.
- Verbrennung exotherm: Sauerstoffinjektion, das Metall verbrennt heftig und erzeugt eine viel höhere Wärme, als der Laser selbst liefern kann, wodurch das Metall schnell schmilzt oder sogar oxidiert und Schlacke (hauptsächlich Feo und Fe3o4) entsteht.
- Blasen und Formen: Eine weitere wichtige Rolle des Hochdruck-Sauerstoffgasstroms besteht darin, das durch die Reaktion aus der Schnittfuge entstehende geschmolzene Metalloxid (Schlacke) wie ein „Luftmesser“ heftig wegzublasen, um eine saubere, relativ glatte Schnittfläche zu erzeugen.
Kontinuierlich: Der Laserstrahl bewegt sich vorwärts, erhitzt kontinuierlich den neuen Bereich vor, und die Verbrennungsreaktion folgt dem Laserfokus nach vorn und unten und durchdringt schließlich das Werkstück und bildet einen Schnitt.
Warum ist dieser „zusammengesetzte“ Ansatz so effizient? (Vorteil)
1. Hohe Fähigkeit, dicke Platten zu schneiden:Für Kohlenstoffstahl (z. B. niedriggekohlten Stahl) ist das Laser-Sauerstoffschneiden die kostengünstigste und schnellste Methode zum Schneiden von mittleren und dicken Blechen (üblicherweise über 6 mm, bis zu 30 mm oder sogar dicker). Beim reinen Laserschmelzschneiden (z. B. mit Stickstoff) muss das Metall vollständig durch Laserenergie aufgeschmolzen werden, was bei dicken Blechen ungeeignet ist.
2. Hohe Schnittgeschwindigkeit:Aufgrund der zusätzlichen chemischen Energie der Metallverbrennungsreaktion ist der gesamte Energieeintrag viel höher als der einer einzelnen Laserenergie, sodass die Schnittgeschwindigkeit deutlich höher ist als beim Schmelzschneiden unter der gleichen Leistung.
3Der Energiebedarf der Geräte ist relativ gering:Zum Schneiden des gleichen Kohlenstoffstahls kann die für das Sauerstofflaserschneiden benötigte Laserleistung wesentlich geringer sein als die für das reine Laserschmelzen, wodurch die Gerätekosten und der Energieverbrauch gesenkt werden.
4. Gute Schnittqualität:Bei dicken Platten aus Kohlenstoffstahl lässt sich eine Schnittfläche mit guter Vertikalität und geringer Schlackebildung (Idealzustand) erzielen.
Prozessmerkmale und -beschränkungen
1. Materialselektivität:
- Vor allem bei reaktiven Metallen: Das typischste und idealeste Anwendungsmaterial ist Kohlenstoffstahl.
- Nicht geeignet für Edelstahl, Aluminium, Kupfer usw.:
- Edelstahl: Chrom (Cr) und andere Elemente bilden hochschmelzende Oxide (wie Cr2O3), die die Fortsetzung der Oxidationsreaktion behindern, und die Schlacke lässt sich nicht leicht abblasen, was zu einer rauen Schnittfläche und starkem Schlackenanhaften führt.
- Aluminium und Kupfer: Der Schmelzpunkt ihrer Oxide (Al2O3,CuO) ist viel höher als der des Substrats selbst, wodurch die Oberfläche wie eine harte Schale bedeckt wird, die ein Fortsetzen der Reaktion verhindert und eine hohe Reflexion gegenüber Laserlicht aufweist.
2. Eigenschaften der Schnittfläche:
- Aufgrund der Oxidationsreaktion bildet sich auf der Schnittfläche eine Oxidschicht (ähnlich wie bei der Brünierungsbehandlung) und sie kann leicht rau sein (verglichen mit der blanken Seite des Stickstoffschnitts).
- Es kann sein, dass sich am Boden geringe Mengen an Schlacke abgesetzt haben, die durch Optimierung der Prozessparameter minimiert werden müssen.
3. Die Wärmeeinflusszone ist größer:Die heftige Oxidationsreaktion erzeugt mehr Wärme, wodurch die Wärmeeinflusszone des Werkstücks breiter ist als beim Laserschmelzen und -schneiden und die thermische Gesamtverformung des Werkstücks etwas größer ausfallen kann.
Vergleich mit anderen Schneidverfahren
VS. Reines Laser-Stickstoffschneiden (Schmelzschneiden):
- Stickstoffschneiden: Hierbei wird Metall per Laser geschmolzen und die Schmelze anschließend mit Stickstoff unter hohem Druck abgeführt. Es findet keine Oxidationsreaktion statt, die Schnittfläche ist blank und weist keine Oxidschicht auf. Allerdings ist der Prozess langsam, der Gasverbrauch hoch und die Kosten entsprechend hoch. Das Verfahren eignet sich für Edelstahl, Aluminium usw., ist jedoch für dickwandigen Kohlenstoffstahl unwirtschaftlich.
- Sauerstoffschneiden: Oxidationsreaktion, hohe Geschwindigkeit, niedrige Kosten, geeignet für Kohlenstoffstahl, jedoch bildet sich am Schnitt eine Oxidschicht.
VS. Traditionelles Brennschneiden (Autogenschneiden):
- Traditionelles Flammenschneiden: durch Vorwärmen mit der Flamme, Schneiden mit reinem Sauerstoff. Langsames Vorwärmen, breiter Spalt, geringe Präzision und große thermische Verformung.
- Sauerstofflaserschneiden: Hochenergetischer Laser, hohe Präzision, schnelles Vorheizen, sehr schmale Schnittnaht (und kleiner Laserfleckdurchmesser), hohe Genauigkeit, geringe Schnittfugenbreite
- Die geringe thermische Belastung und die moderne, hochpräzise Ausführung des traditionellen Brennschneidens machen es zu einer Weiterentwicklung des traditionellen Brennschneidens.
Zusammenfassung
Das Kernprinzip der Laserflammen-Verbundschneidanlage (Laser-Sauerstoff-Schneidanlage) besteht darin, mit einem hochenergetischen Laserstrahl die heftige Verbrennungsreaktion von Metall (Eisen) in einer reinen Sauerstoffatmosphäre präzise zu zünden und aufrechtzuerhalten. Die thermische Energie des Lasers wird mit der chemischen Energie der Metalloxidation kombiniert, um einen „1 1 > 2“-Schneideffekt zu erzielen. Das Verfahren vereint die Vorteile der hohen Präzision und Fokussierung des Lasers mit der hohen Effizienz und den geringen Kosten der Sauerstoffverbrennung und ist somit ein unverzichtbares Standardverfahren beim Schneiden von mittelstarken und dicken Kohlenstoffstahlblechen.
Veröffentlichungsdatum: 24. März 2026
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